Cole Chandler - eine echte Stimme

Cole Chandler (Photo: Margarete Olschowka)

Eine "echte" Stimme? Große Worte, aber tatsächlich ist Cole Chandler einer dieser äußerst rar gesäten Sänger im Jazz, die zuallererst dem Song und erst danach seinem Interpreten eine Bühne geben. Moderne sängerische Manierismen sind daher seine Sache nicht, genausowenig wie ausuferndes Scatten um des Scattens willen.

 

Das Great American Songbook ist seine musikalische Heimat. Hier will jeder Song auf seine ganz eigene Art erzählt werden, das Drama oder das Idyll für den Zuhörer zum Leben erweckt werden. 

 

Ursprünglich Klarinettist und Saxophonist wurde Cole Chandler in seiner ersten Jazzband von den Kollegen unvermittelt auch zum Sänger bestimmt - und fand schnell Gefallen an dieser Aufgabe...

 

Durch gezielt gewählten Gesangsunterricht, später auch Harmonielehre, Coachings und Workshops bei renommierten Pädagogen und Dozenten aus dem Bereich der klassischen Musik und des Jazz erwarb er sich über mehrere Jahre das handwerkliche Rüstzeug, um auf der Bühne als Vokalist zu überzeugen. 

 

Einige Zeit später legte er Klarinette und Saxophon endgültig zurück in den Koffer und konzentriert sich seither mit stetig wachsendem Erfolg ausschließlich auf seine Stimme.

 

Ob als Jazz-Sänger, Chansonnier oder Vorleser: Cole Chandler und sein warmer Bariton überzeugen!

(Photo: Margarete Olschowka)

 


Die Kollegen (eine Auswahl)

RAINER SCHNELLE - Piano

Photo:Schnelle

Er zählt zu den renommiertesten deutschen Jazz-Pianisten der Gegenwart. Er studierte u.a. am Berklee College of Music und ist seit vielen Jahrzenten Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Daneben ist er regelmäßig auf der Bühne zu erleben. Seine Arbeit führte ihn zusammen mit Künstlern wie der legendären Jazz-Diva Eartha Kitt, die er als musikalischer Leiter auf ihrer Welttournee begleitete, oder Ulrich Tukur, Evelyn Künneke, Bill Ramsey, dem Jazz-Saxophonisten Herb Geller, dem Vibraphonisten Wolfgang Schlüter, der Sängerin Inga Rumpf, dem Bluesmusiker Taj Mahal und dem Jazzbassisten Eberhard Weber.

 

Rainers Webpräsenz finden Sie hier.

BEN HANSEN - saxophone/clarinet

Photo: Fock

Er gehört zweifellos zu den wenigen Virtuosen auf der Klarinette, die noch Swing à la Benny Goodman spielen können. Zu seinen Lehrern gehörte neben Ken Peplowski und Jeff Clayton auch Herb Geller, bei dem er studierte. Ben Hansens außergewöhnliche Begabung führte ihn schon in jungen Jahren zu Konzerten mit der NDR-Bigband, zu Rundfunk- und Fernsehauftritten. 

 

Neben seiner Tätigkeit in diversen norddeutschen Bands unterrichtet er heute selber: Bens Website



GEROLD DONKER - bass

Photo: Privatarchiv der Band

Er ist als Jazz- und Theatermusiker und Hochschul-Dozent viel herumgekommen, war in Funk und Fernsehen zu erleben und arbeitete mit renommierten Musikern wie Gitte Haenning, Ulita Knaus, Silvia Droste, Inga Rumpf, Herb Geller, Harry Allen, Ron Williams oder Bill Ramsey zusammen. CD-Veröffentlichungen u.a. von Uwe Granitza, Ulita Knaus und nicht zuletzt fünf Alben des Gitarristen Jörg Seidel ruhen auf seiner einfühlsamen Arbeit am Bass.

 

Zur großen Freude des Cole Chandler Quartets hat er vor ein paar Jahren in Hamburg Anker geworfen und wird mit dieser kleinen, feinen Band künftig regelmäßig zu erleben sein.  Und auch mit den neuen Kollegen hat er es bereits ins Fernsehen geschafft:  Video

LARRY BARTELS - Bass

Photo: Fock

Er ist nicht nur langjähriger Bassist in Addi Münsters legendärer Old Merrytale Jazzband, sondern arbeitete im Laufe seiner Musikerkarriere auch mit so renommierten Kollegen wie Champion Jack Dupree, Scott Hamilton, Jose Gallardo, Bill Ramsey oder Audrey Motaung zusammen. 

 

Daneben zeichnet er für verschiedene erfolgreiche Studioproduktionen als Tonmeister und Produzent verantwortlich - und zwar hier.




Eine elegante Band!

Photo: Sabine Fock

Als die Stücke ihres Repertoires entstanden, gingen Herren niemals hemdsärmelig auf die Straße. Krawatte, Anzug und geputzte Schuhe sind für Cole Chandler und seine Kollegen keine Verkleidung, sondern angesichts der eleganten Tonschöpfungen aus einer goldenen Zeit der Unterhaltung, denen sie auf der Bühne neues Leben geben, ein selbstverständliches und tiefempfundenes Bedürfnis  - und natürlich auch ein sichtbares Zeichen der Verehrung für ihr Publikum...